Diese Tour war eigentlich für Dienstag geplant, wir waren auch bereits auf dem Weg, da fing es aus dem Nichts an zu regnen, nicht nur ein bisschen und es war leider nicht nur eine kurzer Schauer. Nachdem wir eine Weile unter der Tunnelbana Slussen verweilt haben und keine Besserung in Sicht war, sind wir zurück gefahren.
Der Mittwoch war nun der ideale Tag für unsere Tour. Sonnenschein, kaum Wind und bisher auch der wärmste Tag für uns hier in Stockholm. Um 10:30 Uhr ging es los Richtung Nacka. Aber kaum das wir den südöstlichen Stadtrand von Stockholm erreicht hatten, fanden wir den Radweg nicht und sind schon mal einige Berge umsonst umsonst hoch gestrampelt.
Hier oben gelandet und doch leider eine Sackgasse, die Anstrengung war umsonst
Jetzt sind wir aber auf dem richtigen Weg. Es ist ein Radweg nach Gustavberg ausgeschildert, das liegt in unserer Richtung. Wir versuchen uns immer an der Autobahn zu orientieren, die wir zwar nicht sehen, doch in der Ferne zu hören ist. Wir fahren durch kleine Ortschaften zwischen Wald, Wiesen uns Seen.


Es ist bisher die schönste Tour die wir gemacht haben. Gustavsberg in der Gemeinde Varmdö ist unsere nächste Station. Hier machen wir einen kurzen Zwischenstop, ich hole mir einen kleinen Salat im Supermarkt,
Micha schaut zu. Weiter gehts. Zwischenzeitlich, wußte ich nicht mehr so richtig wo ich bin, aber mein Michi hat wohl nie die Orientierung verloren. Einen Radweg gibt es nicht mehr nur einen kleinen, matschigen Pfad durch einen Wald. Keine Menschenseele weit und breit. Jeden Moment müsste uns eine Elch Familie begegnen. Wir erreichen wieder Zivilisationen. Die Autobahn ist auch wieder ganz in der Nähe. So verkehrt können wir nicht sein, waren wir dann auch nicht. Nach vielen Kilometern, vielen Bergen erreichen wir Mörtnäs, auf der Landstraße finden wir endlich einen Hinweis auf Vaxholm...

Das Navie wollte uns partout nicht in diese Richtung führen. Jetzt wissen wir warum, es gibt hier keinen Radweg, zumindest haben wir keinen gefunden. Also fahren wir auf der Landstraße, die ist zum Glück nicht so sehr befahren. Wir sind jetzt ca. bei Kilometer 45. Wir sind noch gut in Form, aber die jetzt vor uns liegende Strecke wird uns ganz schön zu schaffen machen. Für jede bergab Fahrt, in der wir uns kurz treiben lassen können, werden wir mit dem nächsten Anstieg "belohnt".
Nach einiger Zeit geht es dann eine ganze lange weile bergab und wir stehen vor der Fähre. Für einen kurzen Moment dachten wir, wir hätten Vaxholm erreicht. Dem war aber nicht so. Als wir übergesetzt haben, stellen wir fest, dies ist erst mal die Vorinsel Rindö.
Warten auf die Fähre nach Rindö. Kurze Pause tut ganz gut.
Also weiter, die Sonne brennt, es weht immer noch ein laues Lüftchen. Auch diese Insel ist irgendwann zu Ende. Und da ist sie nun zu sehen, die Festung Vaxholm. Die Festung liegt auf einen kleinen Insel, direkt vor Vaxholm.

Wir setzen über auf die Insel Vaxholm. Der Kilometerstand zeigt nun eine 65. Im Hafen machen wir uns schlau, wann das nächste Schiff nach Stockholm geht. Den ursprünglichen Plan, Richtung Nord- West nach Stockholm mit dem Fahrrad zurück zu fahren, verwerfen wir. 15:50 Uhr soll sie ablegen. wir haben also noch ein Stunde Zeit uns die Insel anzusehen. Wir sind komplett durchgeschwitzt und suchen uns ein lauschiges Plätzchen um uns den Schweiß und den Staub von der Landstraße abzuwaschen.
Ganz schön kühl das Wasser, aber das musste jetzt sein.
Zwei frische T-shirts angezogen und ab gehts zum Hafen. Die Schiffe nach Stockholm gehen vom Kaiplatz 6. Die freundliche Dame von der Fährinformation sagte uns wir sollten uns zügig anstellen und das erste Schiff nehmen das kommt. So taten wir, wir waren in der Schlange ungefähr Platz 15. Schon nach kurzer Zeit reihte sich hinter uns eine nicht endende Menschenreihe. Als das Schiff dann, mit einiger Verspätung, kam, gab es ein ordentliches Gedränge. Noch einen Sitzplatz zu ergattern war unmöglich, also standen wir, nach inzwischen 74 km, die nächsten 1 1/2 Stunden. Aber ein kühles Bierchen hat uns der Micha besorgt, das war eine Wohltat. Für die Überfahrt haben wir inklusive Fahrräder 220 Kronen bezahlt.
Ziemlich geschafft, auf dem Schiff Nach Stockholm
Auf dem Wasserweg nach Stockholm genießen wir den Ausblick.


17:40 legen wir gegenüber vom Grand Hotel an. wir machen uns auf den Heimweg. Kilometerstand für diesen Tag: 78
Für heute reicht es und morgen werden wir sicher eine Pause einlegen.